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Polarlicht Workshop in Schweden
07. - 13. September 2027
maximal 8 Teilnehmer - noch Plätze frei
maximal 8 Teilnehmer - noch Plätze frei
An der schwedischen Ostseeküste begeben wir uns auf die Jagd nach einem der wohl faszinierendsten Naturphänomene überhaupt – dem Polarlicht. Der Kurs richtet sich insbesondere an Fotografinnen und Fotografen, die bereits mit der Fotografie bei Nacht vertraut sind.
Mit ihren zahlreichen Seen, urwüchsigen Wäldern und einer von rötlichen Granitfelsen gesäumten Küste bietet die Halbinsel Bjurön eine perfekte Kulisse für astronomische Landschaftsfotografien. Der Nachthimmel ist in der dünn besiedelten Landschaft noch von fast natürlicher Dunkelheit (Bortle-Skala 2). Selbst bei schwacher geomagnetischer Aktivität lassen sich unter diesen Bedingungen Polarlichter am nördlichen Horizont fotografieren. Umrahmt vom Sternenhimmel wirkt das Polarlicht auf Fotografien besonders eindrucksvoll. Hier geht es zu den Teilnehmerfotos des Jahres 2026.
Polarlicht bei tief stehendem Vollmond am 01. September 2020, aufgenommen südlich der Bjurön-Halbinsel, Panorama aus 12 Bildern, je 8 Sekunden belichtet mit ISO 1600 und f/2.5
Bjurön im Spätsommer
Wer Polarlichter fotografieren möchte, braucht einen klaren und dunklen Himmel. Nirgends in Europa sind die Bedingungen dafür so günstig wie im nördlichen Ostseeraum Anfang September: Fast die Hälfte der Nächte ist gering bewölkt oder klar.
Der Workshopzeitraum ist so gewählt, dass das Mondlicht unsere Aufnahmen kaum stört: An den ersten vier Abenden versteckt sich die Mondsichel hinter dem Horizont; an den letzten beiden abenden taucht der tiefstehende Mond die Küstenlandschaft in warmes Licht, bevor er tief im Südwesten versinkt. Die Temperaturen liegen dabei stets über dem Gefrierpunkt, so dass wir unter relativ angenehmen Bedingungen fotografieren können. Dazu trägt auch die Jahreszeit bei, in der keine großen Mückenschwärme mehr unterwegs sind.
Polarlicht am Ufer der Bjurön-Halbinsel am 29. August 2020, Panorama aus 5 Bildern, jeweils 25 Sekunden belichtet, ISO 3200, 14mm f/2.8
Ablauf
Höhepunkt des Workshops sind unsere nächtlichen Fototouren, die bei geeignetem Wetter vom 7. bis 12. September stattfinden. Der 13. September ist Abreisetag. Etwa gegen 20:00 Uhr werden wir zu unseren Aufnahmestandorten an der Küste aufbrechen. Dorthin gelangen wir mit einer etwa 20-35 minütigen Autofahrt und einer kurzen Fußstrecke von etwa 5-15 Minuten. Etwa gegen 21:30 Uhr wird es dunkel genug für Polarlichter sein, so dass wir mit unseren Aufnahmen beginnen können, bevor wir gegen 00:00 Uhr zur Lövånger Kyrkstad zurückkehren. Tagsüber treffen wir uns zu etwa zweieinhalb-stündigen Theorieteilen im Seminarraum. Dort widmen wir uns den Themen Polarlichtvorhersage, Equipment & Aufnahme, Panorama-Fotografie, Zeitraffer-Fotografie und Bildbearbeitung. Zwischendurch bleibt genügend Zeit, die vielfältige Landschaft der Bjurön-Halbinsel auf eigene Faust zu erkunden.
Der Workshop beinhaltet fünf Theorieteile (ca. 12 Stunden) und fünf Praxisteile (ca. 15 Stunden). Insgesamt stehen uns sechs Abende für Fotosessions zur Verfügung, von denen wir denjenigen mit der schlechtesten Wetterprognose ausfallen lassen werden. An Abenden mit bewölktem Himmel warten vielfältige Motive auf uns: Der Bureå-Leuchtturm, die Rickleån-Stromschnellen und die Küstenlandschaft mit ihren idyllischen Buchten und Felsformationen. Alternativ können wir an der fußläufig gelegenen Beobachtungsplattform auf Wolkenlücken spekulieren.
ICM-Fotografie, aufgenommen an den Rikleån-Stromschnellen mit 1 Sekunde Belichtungszeit bei f/22 und ISO 100
Equipment
Du solltest folgendes Equipment mitbringen:
- Digitalkamera mit manueller Einstellmöglichkeit
- Ersatzakku
- Weitwinkelobjektiv
- Fernauslöser, idealerweise mit Intervallfunktion
- Stativ
- Festes Schuhwerk
- Warme Kleidung
- Möglichst lichtschwache Stirnlampe
Wie im 18. Jahrhundert, aber mit Elektrizität und fließend Wasser: die Holzhütten der Lövånger Kyrkstad, 10 Sekunden belichtet, ISO 3200, 15mm f/2.8
Unterkunft
Gastgeber des Workshops ist die Lövånger Kyrkstad, ein restauriertes Kirchendorf aus dem 18. Jahrhundert. Die kleinen Holzhäuser verfügen über Heizung, Dusche und zwei Herdplatten. Die Hütten sind einfach eingerichtet, aber sauber und kosten bei Einzelbelegung inkl. Frühstück, Bettwäsche und Reinigung 775 Kronen (ca. 70€) pro Nacht. Im Zentralgebäude steht uns ein Seminarraum zur Verfügung. Außerdem betreibt die Kyrkstad ein Restaurant, welches von 11:00 bis 14:00 Uhr geöffnet hat. Im Dorf Lövånger gibt es einen Supermarkt und einen Pizza-Imbiss. Etwa fünf Fußminuten von der Kyrkstad enfernt liegt eine hölzerne Beobachtungsplattform mit freiem Blick zum Nordhorizont.
Anreise
Lövånger erreicht man mit dem Mietwagen vom Flughafen Umeå in etwa 75 Minuten. Umeå wird von Lufthansa und SAS via Stockholm von zahlreichen deutschen Flughäfen angeflogen. Da in Schweden mancherorts kein Bargeld mehr akzeptiert wird, ist es sinnvoll, eine Kreditkarte dabei zu haben.
Gästezimmer der Lövånger Kyrkstad
Die Workshopgebühr beträgt 950 € pro Person, davon 450 € vorab als Anmeldegebühr und 500 € zum Workshop als Teilnahmegebühr. Die Anmeldegebühr kann nicht erstattet werden, wenn ein Teilnehmer aus persönlichen Gründen wieder absagt. Selbstverständlich können auch Partner mitreisen, die nicht am Workshop teilnehmen. Die Unterkunft ist nicht im Preis enthalten und kann über towni.se gebucht werden (schwedischsprachig). Rückfragen zur Unterkunft beanworetet das Team vom Lövångergården gerne: bokning@lovangergarden.se. Bitte habe ein wenig Geduld, bis Du eine Antwort erhältst.
- Unterkunft, Anreise und Transfers sind nicht im Leistungsumfang enthalten und müssen individuell gebucht werden.
- Die Teilnahme am Workshop erfordert das Anmieten eines Mietwagens und den Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis.
- Die An- und Abreise zu den Aufnahmestandorten über öffentliche Straßen erfolgt auf eigenes Risiko und teilweise bei Nacht.
--> Wenn Du ohne Führerschein teilnehmen möchtest, schreibe einfach eine Mail; vielleicht finden wir ja eine Lösung.
--> Wenn Du ohne Führerschein teilnehmen möchtest, schreibe einfach eine Mail; vielleicht finden wir ja eine Lösung.
Polarlicht, aufgenommen am 01. September 2020 am Bjuröklubb-Leuchtturm, 4 Sekunden belichtet bei ISO 1600 und f/2.8
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